1. Das über die Nahrung aufgenommene Vitamin B12 ist meistens an Proteine gebunden. Vitamin B12 kann in der Nahrung unterschiedliche Reste aufweisen. Dies ist für die spätere Aktivität von zentraler Bedeutung.
Das von den Mundspeicheldrüsen freigesetzte Haptocorrin (HC) oder auch als Transcobalamin I bzw. R-Protein bezeichnete Protein, schützt das Vitamin B12 im Magen vor der aggressiven Magensäure.

2. Im Magen wird das Vitamin B12 durch Einfluss der Salzsäure aus dem Proteinkomplex herausgelöst und kann sich nun mit dem Haptocorrin verbinden, um einen Schutz vor der Salzsäure zu erhalten. Für den späteren Schutz des Vitamin B12 im Darm produzieren die Belegzelllen des Magens den Intrinsic factor (IF).

3. Im proximalen Duodenum wird das Haptocorrin unter dem Einfluss von Pankreasproteasen vom Cobalamin abgespalten, so dass sich nun das B12 mit dem im Magen gebildeten Intrinsic factor verbinden kann. Dieser Komplex gelangt geschützt in den tiefern Dünndarmbereich (Ileum), wo nun die Resorption des B12 erfolgt.

4. Die Vitamin B12 Resorption erfolgt über ein Carrierprotein namens Cubilin, das in der Enterozytenmembran eingelagert ist. An diesem Carrierprotein wird das Cobalamin aus dem B12-IF Komplex gelöst und aktiv in die Darmmukosazellen eingeschleust. Dort kann es sich nun an das nächste Protein binden. Zusammen mit dem  B12-Transportprotein – Transcobalamin II –  gelangt das Vitamin B12 in die Pfortader. Im Serum wird dieser Komplex als Holo-TCII bezeichnet.

5. Dieser Vitamin B12 – TranscobalaminII Komplex kann an spezifische Rezeptoren, insbesondere auf den Zellen der Leber, Niere und Muskulatur, anheften, um dann mittels Endozytose in die Zellen aufgenommen zu werden. Innerhalb der Zellen löst sich das Cobalamin vom TC II Transportprotein und kann je nach Restligand nun in die aktiven Coenzymformen – Adenosyl- und Methylcobalamin – überführt werden. Die beiden B12-Coenzymformen stehen innerhalb der Zelle drei Stoffwechselwegen zur Verfügung.
Der Abbau ungeradzahliger Fettsäuren, die Umwandlung von Leuin in beta-Leucin, sowie die indirekte Methylierung von Homocystein zu Methionin sind beim Menschen Vitamin B12 abhängig.

Wir hoffen, dass euch der Artikel und das Vitamin B12 Spaß gemacht hat. Die Inhalte dieses Artikels sind auch Teil der Diätassistentenausbildung an unserer Schule. Wenn ihr Interesse bekommen habt besucht doch unsere Homepage unter www.bfsdiät.de und informiert euch über diese Ausbildung. Alles Gute und bis zum nächsten Artikel.

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